Angelrolle

von PetriAngler · 1 Kommentar

  • Empfehlen:
  • Empfehlen:

Die Angelrolle nimmt die Schnur auf und gibt diese ab, wenn der Angler den Köder auswirft oder einem gehakten Fisch Schnur geben muss. Dabei gibt es im Allgmeinen vier unterschiedliche Angelrollen: Stationärrolle, Multirolle, Fliegenrolle und die Kapselrolle. Da letztere Rolle so selten vorkommt, möchte ich hier nicht weiter darauf eingehen.

Inhalt:

1. Allgemeines zur Angelrolle

Die Entwicklung der Angelrollen begann logischerweise nach den ersten Angelruten. Dabei handelte es sich zunächst um einfache Holzspulen. Dabei war der erste Rolltyp eine Nottinghamrolle (oder auch heute Fliegenrolle). Die Übersetzung erfolgte einfach, das war auch der große Nachteil dieses Rollentyps. Es folgten die Multirollen bei denen mit einer Umdrehung sich die Spule mehrfach drehte. Das brachte beim Angeln eine Erleichterung und machte dies effektiver. Jede Angelrolle hat unterschiedliche Kennzahlen, die beim Kauf beachtet werden sollten:

  • Schnurkapazität: Je nach Schnurdicke passen x Meter auf die Spule.
  • Gewicht: Leichte Rollen erleichtern das gesamte Angelgerät, was beim aktiven Fischen ein großer Vorteil ist.
  • Übersetzungsverhältnis: Je höher das Übersetzungsverfältnis ist, desto mehr Umdrehungen macht die Spule bei einer Umdrehung mit der Kurbel.
  • Anzahl der Kugellager: Je feiner das/die Kugellager, desto weicher und genauer lässt es sich kurbeln.
  • Weitere Funktionen: z.B. Freilauffunktion, Rücklaufsperre, Wormshaft

Die Krubel ist bei den Rollen gewöhnlich auf der linken Seite (bei Rechtshändern), aber einige Angler bauen die Rolle dahingehend um, dass die Kurbel sich auf der rechten Seite befindet. Nachfolgend werden die Rollenarten vorgestellt.

[ Zur Übersicht ]

2. Rollenarten (Stationärrolle, Multirolle, Fliegenrolle)

Im Laufe der Zeit hat der Mensch verschiedene Rollenarten entwickelt. Die heute gebräuchlichste Rollenart ist die Stationärrolle. Sie hat typischerweise ein Bremssystem, eine Rücklaufsperre und einen Freilauf. Die Nottinghamrolle (Fliegenrolle) war eine der ersten Rollenarten überhaupt und wird heute nur noch beim Fliegenfischen genutzt. Eine Weiterentwicklung der Nottinghamrolle war die Multiplikatorrolle (oder kurz Multirolle). Ihr Vorteil ist, dass mit einer Kurbelumdrehung durch ein Getriebe der Schnureinzug bis zum 5-fachen erhöht wird. Des Weiteren verfügt die Multirolle über eine Fliehkraftbremse. Für nähere Informationen zu den Rollenarten bitte ich euch die folgenden Links anzuschauen.


[ Zur Übersicht ]

3. Befüllen einer Angelrolle mit Schnur

Beim Befüllen der Angelrolle mit Schnur können Fehler gemacht werden. So wird bei monofilen Schnüren oft der Drall mit beim Aufspulen übertragen wird. Die Folge davon sind “Perücken” beim Auswerfen – oft muss die Spule dann neu bespult werden, da es sonst ständig zu Schnurknäuel kommt. Abhilfe schafft hierfür die Schnur durch ein dickes Buch zu legen und dann auf die Rolle zu spulen. Nach dem Aufspulen kann die Spule noch für eine Nacht in etwas Wasser mit einer Zugabe von etwas Spülmittel gelegt werden. Anschließend gut mit Wasser abspülen. Des Weiteren geben Rollenhersteller auf den Rollen das Schnurfassungsvermögen an. Je nach Schnurstärke passen dementsprechend viele Meter darauf. Die Angabe 0,25mm/150m bedeutet, dass bei einer Angelschnur mit einer Stärke von 0,25 mm 150 Meter Schnur aufgespult werden können.

3.1 So funktioniert es: Manuelles Aufspulen einer Rolle

  1. Schnur hinter den Bügel der Stationärrolle legen
  2. Vernünftigen Knoten zur Befestigung der Angelschnur machen
  3. Schnur zwischen ein dickes Buch legen
  4. Schnur aufspulen

3.2 Wie viel Schnur kommt auf die Spule?

Ein häufig gemachter Fehler ist es zu wenig oder zu viel Schnur auf eine Rolle zu spulen. Optimal ist es die Schnur so weit aufzuspulen, dass ein wenig Platz (ca. 2 mm) unterhalb der Spulenkante vorhanden ist. Wer zu viel spult, wird beim Auswerfen feststellen, dass die Schnur von der Spule rutscht. Wer zu wenig aufspult, riskiert beim Abziehen eines gehakten Fisches einen Schnurriss und damit den Verlust des Fisches, sowie der Angelmontage.

Mein Tipp: Wer die Angelschnur kaufen muss und keine Lust hat diese selbst zu bespulen, nimmt einfach seine Angelrolle mit bzw. die Spule und lässt dies im Angelladen vor Ort machen. Da wird häufig eine Maschine benutzt, die das perfekt hinbekommt. Meist ist dies im Preis für die Angelschnur inbegriffen.

[ Zur Übersicht ]

4. Angelrolle kaufen – Tipps und Beratung

Für welchen Rollentyp soll ich mich entscheiden? Die Frage lässt sich eigentlich ganz einfach beantworten. Wer ein absolute Angelanfänger ist, wählt die Stationärrolle. Fliegenfischer wählen entsprechend die Nottinghamrolle (Fliegenrolle). Für Tipps zum Kauf einer Angelrolle, würde ich euch die einzelne Seite der Stationärrolle empfehlen. Zum Preis ist zu sagen, dass eine Stationärrolle von 30 bis 50 Euro für den Angelanfänger völlig ausreichend ist.

[ Zur Übersicht ]

[Bildquelle: Flickr.com / misterhonk_de - Multirolle, Kasper Sorensen - Fliegenrolle]

PetriAngler Hier schreibt Konstantin (der PetriAngler) aus Lehrte bei Hannover. Du findest mich auch auf Facebook oder Twitter. Meine Angelausrüstung und Köder kaufe ich unter anderem bei diesem bekannten Shop. Wenn dir meine Beiträge gefallen, dann teile sie doch einfach auf Facebook oder Twitter. :-)

Angler, die diese Seite besucht hatten, suchten auch nach:

angelrollen arten, wieviel angelschnur aufspulen, angelspulen, dorsch angelrolle, angelrolle typen, angelspule rolle kaufen, auswerfen angelspule, angelschnurrollen, wie weit angelrolle füllen, angelrolle übersetzung

Hinterlasse einen Kommentar

eMail-Benachrichtigung bei weiteren Kommentaren.
Auch möglich: Abo ohne Kommentar.

{ 1 trackback }