Angelschnur

von PetriAngler · 4 comments

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Die Angelschnur ermöglichte es dem Angler auf Entfernung Fische zu fangen. Vorher war der Angler/Fischer auf Speere angewiesen und musste dicht beim Fisch sein, um diesen überhaupt fangen zu können. Heute gibt es 3 verschiedene Arten von Angelschnüren, die hier vorgestellt werden sollen. Auf den jeweiligen Unterseiten findet ihr weitere Informationen zum jeweiligen Schnurtyp.

Inhalt:

1. Allgemeines zur Angelschnur

Erste Angler verwendeten Tierdarm, der speziell zum Angeln aufbereitet wurde. Anschließen wurde dazu übergegangen Rosshaar und geflochtene Schnur aus Seide zu verwenden. Heute werden monofile und multifile (geflochtene) Schnüre zum Angeln verwendet. In der Fliegenfischerei wird die Fliegenschnur genutzt. Bei der Auswahl der Schnur sollte darauf geachtet werden, dass die Länge möglichst der Zielfischart und dem Schnurfassungsvermögen der Spule angepasst wird. Auch sollte die Tragkraft (je nach Schnurart und Schnurdicke) dementsprechend angepasst werden. Als Faustregel kann man sagen: Je schwerer die Angelrute und Angelrolle, desto dicker kann die Angelschnur sein. Die Rute wird dabei dem Fisch angepasst.

Merkmale einer Angelschnur:

  1. Durchmesser: Je dünner die Schnur ist, desto unscheinbarer ist sie für den Fisch.
  2. Tragkraft: Je höher die Tragfkraft ist, desto größer kann der Fisch sein ohne dass die Schnur reißt. Für den Angler ist nicht die Tragkraft der Schnur alleine wichtig, sonder auch die “Knotentragkraft”.
  3. Farbe: Je nach Angelmethode sollte die Schnur ausgewählt werden. Wer auf Grund angelt, wählt eine dem Grund entsprechende Farbe (grün, braun). Wird der Köder über dem Fisch angeboten (z.B. Oberflächenangeln), so ist eine helle Farbe (blau, weiß) vorteilhaft, da diese vom Fisch mit Blick zum Licht nicht so gut wahrgenommen wird.

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2. Angelschnurarten

Bei den Angelschnurarten werden allgemein heute 3 Arten unterschieden: die monofile Schnur, die geflochtene Schnur und die Fliegenschnur. Letztere unterscheidet sich von den anderen beiden Schnurarten. Unter den folgenden Seiten sind die einzelnen Angelschnüre mit deren Vor- und Nachteilen, sowie deren Einsatzgebiete, näher beschrieben.


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3. Monofile Schnur vs. geflochtene Schnur

Welche Schnur soll ich denn nun nehmen – monofil oder multifil? Beide Schnurarten haben unterschiediche Vor- und Nachteile. Diese müssen beim Kauf berücksichtigt werden.

3.1 Vorteile der monofilen Schnur

  • günstig
  • bei entsprechender Dicke eine gute Tragkraft
  • lange Haltbarkeit bei entsprechender Schnur-Pflege

3.2 Nachteile der monofilen Schnur

  • Empfindlich gegenüber Hitze
  • Empfindlich gegenüber UV-Licht
  • Empfindlich im Salzwasser
  • Aufrauen der Schnuroberfläche
  • Hoher Verlust der Tragkraft nach einem Jahr
  • Dehnung

Die monofile Schnur sollte dem UV-Licht nicht unnötig ausgesetzt werden, da das Material stark darunter leidet. Den Winter über (bzw. wenn nicht geangelt wird) sollte die Schnur deshalb von der Sonne geschützt aufbewahrt werden. Nach der Nutzung einer monofilen Schnur im Salzwasser, sollte die Schnur mit Süßwasser gründlich abgespült werden. Da die Oberfläche der Schnur beim Kontakt mit Ringen, Schnurfangbügel, Bodengrund und anderen Gegenständen aufraut, muss sie kontrolliert und entsprechend oft am Schnurende (Vorfachbereich) gekürzt werden. Das Aufrauen bemerkt der Angler beim Herüberfahren mit den Fingern recht gut. Die Dehnung der monofilen Schnur sollte besonders auf lange Distanzen berücksichtigt werden.

3.3 Vorteile der geflochtenen Schnur

  • sehr hohe Tragkraft
  • kaum Verlust an Tragkraft auch nach langer Nutzungsdauer
  • der Tragkraft entsprechend sehr dünn
  • direkter Kontakt zum Fisch aufgrund geringer/keiner Dehnung
  • lange Lebensdauer

3.4 Nachteile der geflochtenen Schnur

  • teuer aufgrund komplexerer Herstellung
  • besondere Handhabung erforderlich (Knoten)
  • fehlende Pufferung beim Drill
  • gefrieren bei unter 0°C

Von der Qualität her ist die geflochtene Schnur auf jeden Fall zu bevorzugen. Die hohe Tragkraft und der direkte Kontakt zum Fisch wird von vielen Raub- und Friedfischern geschätzt. Für den Angelanfänger würde ich auf jeden Fall die monofile Schnur aus Polyamid (Nylon) empfehlen.

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4. Angelschnur kaufen – Worauf achten?

Beim Kauf der Angelschnur sind die Merkmale zu beachten (siehe Punkt 1 oben). Dabei sollte die Schnur für den Fisch möglichst unscheinbar sein. Bemerkt der Fisch die Schnur, so ist er meist schnell weg. Der Biss bleibt aus. Die Länge sollte so gewählt werde, dass die komplette Spule der Rolle damit bespult werden kann. Üblich sind hier die Längen von 200 bis 300 m.

Wer eine Spule mit mehr Schnur wählt, zahlt übrigens mehr – einfach nach der Nutzung von Schnur die Restlänge auf die gekaufte Spule schreiben und man hat ein wenig gespart. Zum Thema sparen: Es gibt auch Vorfachspulen (ab 25 m). Diese sind dementsprechend teuer, wenn auf den Meter-Preis umgerechnet wird. Da die Hersteller teilweise sehr unterschiedliche Preise für Angelschnüre haben, lohnt sich der Vergleich untereinander.

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PetriAngler Hier schreibt Konstantin (der PetriAngler) aus Lehrte bei Hannover. Du findest mich auch auf Facebook oder Twitter. Meine Angelausrüstung und Köder kaufe ich unter anderem bei diesem bekannten Shop. Wenn dir meine Beiträge gefallen, dann teile sie doch einfach auf Facebook oder Twitter. :-)

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